Die Deobandi-Sekte bezieht ihren Namen von der Stadt "Deoband" im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Dort wurde 1867 die berühmte Madrasah Daar al‑ʿUluum Deoband gegründet, welche sich zu einem Zentrum für hanafitische Fiqh, Hadith‑Studien, Tafsir, Kalaam (Maturidiyya), Sufismus (Naqschbandiyya, Chishtiyya, Qadiriyya, Suhrawardiyya) entwickelte. Die Bewegung entstand im Kontext der britische Kolonialherrschaft und wollte die islamische Gelehrsamkeit bewahren und erneuern. Die Lehren dieser Bewegung werden heute meist als Deobandii bezeichnet. In verschiedener Hinsicht stehen die traditionellen hanifitischen Deobandi-Lehren im Gegensatzt zu den Bareylvii - Lehren obwohl sich beide Gruppen auf die traditionelle hhanifitische Rechtsschule berufen.
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