Imaan -إِيمان
meist übersetzt mit "Glaube" - bedeutet "das im Herzen
Überzeugt sein" von ..... und ist nicht zu verwechseln mit "nicht
wissen", so wie das viele im deutschen Sprachraum empfinden. Ein
Muslim sagt etwa: "Es gibt das Paradies und ich hoffe dort hin zu
gelangen...." während etwa Orientalisten sagen: "Muslime glauben,
dass es das Paradies gibt und sie hoffen dort hin zu gelangen",
was einen Zweifel ausdrückt und daher "Ungläubigkeit" bedeutet, auch wenn es bei oberflächlicher
Betrachtung nicht so empfunden werden mag. Also denkt nach was
ihr sagt,
wenn ihr geschützt sein wollt.
Imaan
ist der Zustand im Herzen, dass
die Existenz
Allah's
Imaan wird nicht mehr oder weniger, kann aber
durch Taten an Leuchtkraft zunehmen oder abnehmen. Wenn
Imaan verloren geht, damm gibt es nur noch eine Dunkelheit,
die so dunkel ist, dass die
Betroffenen diese Dunkelheit nicht mehr als solche
erfassen erkennen kann. Der Seelenspiegel des Ungläubigen dann verrostet
bzw. blind geworden.
Mit "Glaube" ist "Imaan" nur
begrenzt übersetzt, denn Imaan ist die Bewahrheitung
von all dessen im Herzen, was
Allah
Gleichnis: Der
Islam
ist mit einem Podium zu vergleichen, welches fünf Stützen hat: Bezeugung des
Islam, die
Verrichtung des
Ssalaah (Ritualgebet),
das Geben der
Zakah
(Pflichtgabe), der
Ssaum
(Fasten)
im Ramadtaan, und die
Hhadsch
(Pilgerreise) zur
Ka'abah (Haus Allahs).
Imaan (Glaube) ist die mittlere Stütze und wenn diese
entfernt wird, so bricht die Plattform.
Was Imaan umfasst, das ist durch die Glaubensgrundsätze
('Aqiidah) erklärt.
Wer Imaan in seiner tiefen Bedeutung leben will, der muss sich von
seinen säkularen Spekulationen
entfernen, auch wenn er den
Qur'aan
auswendig
könnte und viel Gutes verrichtet.
'Abd Allah bin Hisham berichtete
(sinngemäß)
"Wir saßen mit dem Gesandten Allahs
Es wird von
'Abdullah bin 'Amr bin Al-'As berichtet, dass der Gesandte
Allahsﷺ sagte:
„Allah wird am Tag der Auferstehung
vor der ganzen Schöpfung einen Mann aus meiner Ummah auszeichnen.
Neunundneunzig Schriftrollen werden für ihn ausgelegt werden, jede Rolle
so weit das Auge reicht, dann wird Er sagen: „Leugnest du irgendetwas
davon? Haben diejenigen, die dies aufgezeichnet haben, dir Unrecht
getan?' Er wird sagen: 'Nein, o Herr!' Er wird sagen: 'Hast du eine
Entschuldigung?' Er wird sagen: 'Nein, o Herr!' Dann wird Er sagen: „Du
hast vielmehr eine gute Tat bei uns vollbracht, also soll dir heute kein
Unrecht geschehen.“ Dann wird Er eine Karte (Bitaqah) hervorholen;
darauf wird stehen: „Ich bezeuge La Ilaha Illallah, und ich bezeuge,
dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.“ Er wird sagen: „Bringt
eure Waage. Er wird sagen: „O Herr! Was nützt diese Karte neben diesen
Schriftrollen?' Er wird sagen: „Dir soll kein Unrecht geschehen. Er wird
sagen: 'Die Schriftrollen werden auf eine Waagschale gelegt und die
Karte auf die andere Waagschale; die Schriftrollen werden leicht sein
und die Karte wird schwer sein; nichts ist schwerer als der Name
Allahs.'“
Selbst wenn einer "glaubt", dass es keinen Gott gibt, wäre er
- philosophisch betrachtet - ein "Gläubiger, der eben glaubt
das es keinen Gott gibt", doch
verwenden wir hier das Wort "Imaan" (Glaube) nur für
die Glaubensinhalte des
Muslims, des
Gottergebenen.
Wenn Goethe schlussfolgerte: "
...... Wenn Islam Gott ergeben heißt, In Islam leben und sterben
wir alle"... bedeutet dies nicht, dass er Imaan (Glaube im
Sinne des Muslims) hatte und daher Muslim war, sondern es ist eine
Philosophie bzw. Sprachspielerei, so
"Gott ergeben zu sein" auf Arabisch "muslim" bedeutet.
Die echte Lebensqualität setzt Imaan voraus, denn es ist die gewollte und
freiwillige Ergebenheit in
den Willen Allahs
Imaan ist also der Zustand der der echten Lebensqualität als
Grundlage dient, welcher
auf der Überzeugung des Herzens beruht, dass Allah
Imaan bedeutet auch, nicht daran zu zweifeln, dass Islam
restlos wahr ist und dass der
Qur'aan
mittels
Muhammad
Handlungen ('Amaal)
manifestieren den Imaan, und die erste solche Handlung ist das Sprechen
des
Glaubensbekenntnis. Handlungen selbst, z.B. das Ritualgebet, sind
aber nicht die Basis des Imaan,
auch wenn sie Imaan
vermuten lassen und diesen stärken oder schwächen können. Anderseits ist Imaan
ohne entsprechende Handlungen nicht dauerhaft haltbar, es
sei denn man versteht Islam als säkulares, folkloristischen Gebilde, reduziert
also den Islam auf die Kulturebene oder verwechselt Islam insgesamt
mit einer ethnischen Zugehörigkeit. Es ist also durchaus
vorstellbar, dass jemand zwar "glaubt"" Muslim zu sein, aber es
eigentlich nicht ist.
Die Trennung zwischen
Imaan
und
'Amaal (Glaube und Handlung) ist einerseits wesentlich, so die
Tat (Handlung) etwas anderes als Glaube ist und ein sprachliches
Hilfsmittel ist, um heikle Angelegenheiten für sich selbst und in
der Gesellschaft zu erfassen. Andererseits ist Trennung von
Imaan und
'Amaal
eine die Trennung des Äussern vom Inneren und das birgt die Tendenz
zur Säkularität, welche aus den Islam hinausführt. Wenn ein Muslim
sündigt, so bedeutet dies nicht, dass er keinen Glauben hätte, doch
kann ihm für die Dauer seines Sündigen, sein Glaube verborgen bzw.
verdeckt werden bis er sich wieder seines Glaubens bewusst wird, und
seine Sünden bereut.
Sahih Muslim Hadith 6623 Narrated by Hanzalah Usayyidi,
Glaube nimmt weder zu noch ab.
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Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des rechten Glaubens.
Die Glaubensteile und einige Erklärungen.
(Sprüche, sing. Kalimah), welche die unverzichtbaren Aspekte des Islam kurz zusammenfassen und die Schahaadah in ihrer Bedeutung genauer definieren.
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